Menschenkette – die FDP Steinbach war dabei

15. September 2019

Die FDP Steinbach lehnt den von Frankfurts Planungsdezernenten Mike Josef (SPD) angestrebten und daher „Josefstadt“ genannten Stadtteil an der A 5 für rund 30.000 Menschen ab. Deshalb sind wir sehr gerne dem Aufruf der Bürgerinitiative Heimatboden gefolgt und haben an der Menschenkette gegen die Pläne der Stadt Frankfurt teilgenommen. Insgesamt haben dies über 3.000 Menschen getan und so konnte eine Menschenkette von Oberursel bis Frankfurt gebildet werden. Unser Dank gilt Heimatboden für die perfekte Organisation der Veranstaltung.

Dr. Stefan Naas, MdL: „Die Menschenkette hat erneut gezeigt, dass die Josefstadt westlich der A5 keine Option sein kann. Die Region muss die Herausforderung des Wachstums gemeinsam lösen, durch organisches, verteiltes und erträgliches Wachstum. Die überparteiliche Einigkeit in der Region ist ein klares Statement an die Zuständigen der Stadt Frankfurt und ich freue mich, dass wir gemeinsam über solch eine lange Zeit ein gemeinsames Ziel verfolgen: Keine Trabantenstadt westlich der A5!“

Lars Knobloch, 1. Stadtrat der Stadt Steinbach: „Mit der Menschenkette haben wir als Region erneut ein deutliches Signal in Richtung Frankfurt gesendet, wie geschlossen wir eine Trabantenstadt an unseren Gemarkungsgrenzen ablehnen. Beeindruckt bin ich von der großen Bürgerbeteiligung, die es von Anfang an bei allen Aktionen gegen die Pläne der Stadt Frankfurt gibt und möchte mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich bedanken. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Diese Aufgabe können wir aber im Rhein-Main-Gebiet nur gemeinsam lösen und nicht durch einen Alleingang, ohne wirkliche Einbeziehung der betroffenen Kommunen, wie ihn die Stadt Frankfurt und Herr Josef planen. Als Vertreter der Stadt Steinbach im Regionalverband, einem der zwei Gremien in denen über den geplanten Stadtteil entschieden wird, werde ich mich weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, dass die Pläne der Stadt Frankfurt westlich der A5 nicht umgesetzt werden!“

Für die Ablehnung gibt es eine ganze Reihe von Gründen. Neben dem Erhalt der polyzentrischen Struktur der Region, den Problemen einer Trabantenstadt sind das u.a. die großflächige Versieglung von wertvollen Ackerböden und der Erhalt der Frischluftschneise vom Taunus nach Frankfurt. Laut einer Statistik ist die Gefahr eines Temperaturanstiegs über 2-3 Grad in Frankfurt hoch.

Astrid Gemke, Fraktionsvorsitzende der FDP Steinbach: „Wie kann man von Menschen erwarten neben einer 10-spurigen Autobahn und an Stromtrassen zu wohnen. Wohnen in einer Wohnung oder im Haus soll auch zur Erholung beitragen. Wie das dabei funktionieren kann, ist mir persönlich ein Rätsel. Auch sehe ich die Gefahr einer Ghettoisierung. Vergleichbar mit der Gropiusstadt in Berlin. Dort wohnen 14.000 Menschen auf 1qkm. Hier soll ein Stadtteil mit 16.000 Menschen pro 1qkm entstehen. Da sind die sozialen Probleme vorprogrammiert. Frankfurt sollte auch in der Lage sein, die Nahverdichtung weiter voran zu treiben. Dies haben wir in Steinbach, zwar im Kleinen, aber dennoch mit ca. 100 Wohnungen und Häusern in den letzten Jahren bewiesen.“

In den letzten Jahren haben wir schon mit der ersten Unterschriftensammlung, Aktionen, Pressemitteilungen und im Stadtparlament bewiesen, wie konsequent wir als FDP Steinbach die Pläne der Stadt Frankfurt ablehnen.

In den letzten Jahren haben wir schon mit Aktionen, Pressemitteilungen und mit Anträgen und Reden im Stadtparlament bewiesen, dass die FDP Steinbach dieses Vorhaben nicht mittragen kann. Es ist und bleibt ein wichtiges Thema. Die FDP Steinbach und unser Landtagsabgeordneter Dr. Stefan Naas werden sich weiterhin gegen eine Bebauung westlich der A5 einsetzen!