Erfolgreicher Neujahrsempfang der FDP Steinbach im Bürgerhaus

Die FDP Steinbach ist mit ihrem traditionellen Neujahrsempfang erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Über 130 Besucherinnen und Besucher aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft folgten der Einladung ins Bürgerhaus Steinbach und nutzten die Gelegenheit zum Austausch über kommunale, nationale und internationale Themen. Begrüßt wurden die Gäste von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Laura Jungeblut, die in ihrer Eröffnung die Bedeutung eines offenen politischen Dialogs und eines respektvollen Miteinanders in Steinbach hervorhob. Gerade in bewegten Zeiten sei es wichtig, gemeinsam nach vorne zu blicken und Verantwortung zu übernehmen.
Im Anschluss sprach Stefan Naas, Fraktionsvorsitzender der FDP im Hessischen Landtag, über aktuelle Herausforderungen der Welt- und Bundespolitik. Er ging unter anderem auf den anhaltenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ein sowie auf die wachsende Bürokratie und das stagnierende Wirtschaftswachstum in Deutschland. Naas machte deutlich, dass Deutschland weniger neue Bürokratie durch zusätzliche Gesetze brauche und stattdessen die Kommunen gestärkt werden müssten. „Auch über den Sozialstaat muss offen gesprochen werden: Es muss einfacher werden, nach Deutschland zu kommen, um hier zu arbeiten, gleichzeitig aber schwieriger, Leistungen aus dem Sozialsystem zu beziehen.” Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede war das Thema Bildung. „Im internationalen Vergleich gibt Deutschland gemessen am Bruttoinlandsprodukt zu wenig für Bildung aus – insbesondere im Vergleich zu Ländern wie Norwegen oder Dänemark.” Auch Steinbach nahm einen besonderen Platz in seiner Rede ein. Seit nunmehr 33 Jahren sei er politisch aktiv und habe die Entwicklung der Stadt über Jahrzehnte begleitet. Steinbach habe stark auf sozialen Wohnungsbau gesetzt und weniger auf Gewerbe, was Mitte der 1990er Jahre zu großen finanziellen Herausforderungen geführt habe. Durch konsequentes Sparen und verantwortungsvolle Politik stehe die Stadt heute jedoch sehr gut da. Diese positive Entwicklung sei das Ergebnis der konstruktiven Zusammenarbeit der politischen Mitte – FDP, SPD, CDU und Grüne – sowie eines stets guten politischen Klimas in Steinbach.
Ein weiterer Programmpunkt war eine Podiumsdiskussion mit vier jungen Kandidatinnen und Kandidaten der FDP Steinbach: Dominik Weigand, Christian Müller, Sven Schokies und Laura Jungeblut. Sie berichteten persönlich darüber, wie sie zur Politik und zur FDP Steinbach gefunden haben. Alle vier einte der Wunsch, nicht länger nur zu hören „Das ist alles schlecht“, sondern selbst Verantwortung zu übernehmen und aktiv an Lösungen mitzuarbeiten. Der Weg in die Partei führte viele von ihnen über Besuche bei Stadtverordnetenversammlungen und Ortsverbandssitzungen – häufig auch durch die Motivation von Stefan Naas. Heute seien sie froh, Teil eines engagierten Teams zu sein, in dem man ernst genommen, warmherzig aufgenommen werde und sich auch etwas zutrauen könne. Inhaltlich setzen sie sich insbesondere für Bildung, eine lebendige Innenstadt, Sauberkeit, eine gelebte Willkommenskultur, solide städtische Finanzen sowie die Weiterentwicklung sportlicher Angebote in Steinbach ein. Besonders positiv hoben sie das sachliche und harmonische Miteinander in der Steinbacher Stadtpolitik hervor. Die FDP Steinbach sei dabei weit mehr als eine kleine Partei – sie werde vor Ort als echte Volkspartei wahrgenommen, weit über bundespolitische Zuschreibungen hinaus.
Zum Abschluss sprach Lars Knobloch, Erster Stadtrat der Stadt Steinbach und Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes. Nach der Bundestagswahl 2025 habe er der neuen Regierung “aus vollem Herzen” viel Erfolg gewünscht, weil unser Land vier weitere Jahre Stillstand nicht verkraften kann. Leider beschleiche ihn langsam “das Ampelgefühl“, weil nichts passiert und ständig gestritten wird. Was Deutschland jetzt brauche, sei eine mutige Reform, wie die Agenda 2010 des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder. Kritisch äußerte sich Knobloch zur Wortwahl der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Bärbel Bas, die bei einer Veranstaltung “zum gemeinsamen Kampf gegen die Arbeitgeber” aufgerufen hatte. “Als ich das in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten gehört habe, war ich wirklich geschockt. Wir reden hier von über 1 Million Handwerksbetrieben, die etwa 5,6 Millionen Beschäftigte haben und Unternehmer, die über 30 Millionen Arbeitsplätze zur Verfügung stellen!”, machte Knobloch deutlich. Bei dem Thema finanzielle Situation der Kommunen in Deutschland erklärte er, dass Bund und Land diesen fortlaufend neue Aufgaben übertragen, ohne für eine ausreichende finanzielle Ausstattung zu sorgen. „Wir haben in den Kommunen 1/4 der gesamtgesellschaftlichen Aufgaben in unserem Land, erhalten aber nur 1/7 der Steuereinnahmen,” so der Erste Stadtrat. Diese Lücke nehme den Kommunen zunehmend alle Gestaltungsmöglichkeiten, da sie nur noch damit beschäftigt seien, Haushaltslöcher zu stopfen. Beim Blick auf die Kommunalwahl betonte Knobloch „die sehr positive und auch von den Nachbarkommunen respektvoll beachtete Entwicklung unserer Heimatstadt.” In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, wie Steinbach im Jahr 2009 beim Amtsantritt von Stefan Naas als Bürgermeister aussah und bezeichnete dessen Wahl als „Zeitenwende”. Gerade das von Naas nach Steinbach geholte Landesförderprogramm „Soziale Stadt” habe Steinbach sowohl „städtebaulich” aber auch „was den sozialen Zusammenhalt und die sozialen Angebote angeht” gravierend verändert. In diesem Zusammenhang dankte Knobloch allen Steinbacherinnen und Steinbachern, die sich für das Projekt eingesetzt haben oder es noch tun. Knobloch machte aber auch klar: „Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren viel erreicht, aber mit der Sanierung des Sportparks, dem neuen Feuerwehrgerätehaus, dem Förderprogramm „Lebendige Zentren-Dorfmitte” und der neuen „Kita in der Eck” liegen die größten Projekte unserer Stadtgeschichte jetzt vor uns.” Nachdem er die Besucherinnen und Besucher aufgefordert hatte, am 15. März wählen zu gehen, sorgte Lars Knobloch zum Abschluss noch für einen Lacher unter den vielen Besucherinnen und Besuchern. Er habe jetzt, selbstverständlich „objektiv” und „vollkommen neutral”, alle Optionen für die Kommunalwahl geprüft und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich an den Ergebnissen von 2021 nichts ändern müsse. Die FDP als stärkste Partei in Steinbach und Steffen Bonk als Bürgermeister hätten in den letzten 5 Jahren sehr gut funktioniert, „das kann alles so bleiben, wie es ist.”





