FDP setzt sich für Einführung einer digitalen Müll-App in Steinbach ein – Anfrage in der Stadtverordnetenversammlung: Digitale Erinnerungen an Abholtermine und bessere Bürgerinformation

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Die FDP-Fraktion in der Steinbacher Stadtverordnetenversammlung möchte die Abfallentsorgung für die Bürgerinnen und Bürger einfacher und zeitgemäßer gestalten. In der Sitzung am 19. Oktober hat die Fraktion deshalb eine Anfrage zur möglichen Einführung einer digitalen Müll-App gestellt. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern einen zusätzlichen Service anzubieten und gleichzeitig die Digitalisierung der Stadt weiter voranzubringen.

Eine solche App könnte beispielsweise individuelle Abholtermine für Restmüll, Biomüll, Papier und Wertstoffe direkt auf dem Smartphone anzeigen und rechtzeitig per Push-Nachricht daran erinnern. Auch kurzfristige Änderungen, etwa aufgrund von Feiertagen, Wetterbedingungen oder technischen Problemen, könnten schnell und unkompliziert kommuniziert werden. Darüber hinaus könnte die App Informationen zur richtigen Mülltrennung, zu Sperrmüllterminen sowie zu Wertstoffhöfen und weiteren Entsorgungsmöglichkeiten bereitstellen. Denkbar wäre auch eine Funktion, über die illegale Müllablagerungen oder Verschmutzungen unkompliziert gemeldet werden können.

„Eine Müll-App wäre ein einfacher, aber sinnvoller Schritt hin zu mehr Bürgerservice und Digitalisierung in Steinbach. Wer kennt es nicht: Man vergisst, die Mülltonne rechtzeitig herauszustellen, oder ist sich unsicher, wann die nächste Abholung stattfindet. Mit einer digitalen Erinnerung direkt auf dem Smartphone ließe sich das ganz einfach vermeiden. Gleichzeitig könnten wichtige Informationen rund um die Abfallentsorgung schnell und unkompliziert bereitgestellt werden“, erklärt Fraktionsmitglied Mirjam Knobloch.

In ihrer Anfrage wollte die FDP insbesondere wissen, ob der für Steinbach zuständige Entsorger Knettenbrech + Gurdulic eine entsprechende App anbieten kann oder ob alternativ eine Zusammenarbeit mit einem anderen Anbieter möglich wäre. Dabei ist der Fraktion wichtig, auf bereits bestehende Lösungen zurückzugreifen, um die Kosten für die Stadt möglichst gering zu halten.

Bürgermeister Steffen Bonk erläuterte in der Stadtverordnetenversammlung, dass der derzeitige Entsorger Knettenbrech + Gurdulic eine solche App nicht anbieten könne. Allerdings gebe es eine alternative Lösung über einen anderen Anbieter. Die Stadtverwaltung habe jedoch bereits Kontakt zum Hersteller der Müllerfassung aufgenommen, um eine alternative Lösung zu ermöglichen. Sollten im laufenden Haushaltsjahr noch ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, soll versucht werden, die digitale Lösung noch im Jahr 2026 umzusetzen.

„Wir freuen uns, dass unsere Anregung von der Stadtverwaltung aufgegriffen wird und bereits erste Gespräche mit einem möglichen Anbieter laufen. Besonders erfreulich ist, dass eine Umsetzung möglicherweise sogar noch in diesem Jahr erfolgen kann. Gerade bei der Digitalisierung müssen es nicht immer die großen Projekte sein. Oft sind es die kleinen, praktischen Verbesserungen, die den Alltag der Menschen unmittelbar erleichtern“, so Mirjam Knobloch ergänzend.

Die FDP Steinbach begrüßt die positive Rückmeldung des Bürgermeisters und hofft, dass die notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, damit die Bürgerinnen und Bürger möglichst bald von diesem zusätzlichen digitalen Service profitieren können.

Mirjam Knobloch setzt sich für Einführung einer digitalen Müll-App in Steinbach ein