Hitzeschutz in Steinbach bereits auf der Agenda – Koalition begrüßt neue Landesförderung für Kitas
Die neue „Hitzehilfe für Hessen“ bietet auch für Steinbacher Kindertagesstätten die Möglichkeit, kurzfristig zusätzliche Maßnahmen gegen starke Hitze umzusetzen. Das Land Hessen stellt dafür in den kommenden drei Jahren rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden mobile und teilstationäre Klimaanlagen mit bis zu 5.000 Euro pro Standort. CDU und FDP begrüßen die neue Fördermöglichkeit und sehen darin eine sinnvolle Ergänzung zu den bereits laufenden Überlegungen der Stadt zum Hitzeschutz.
„Jeder der die erfolgreiche Arbeit der Stadt Steinbach mit Förderprogrammen des Landes Hessen in den letzten Jahren verfolgt hat, kann sich sicherlich vorstellen, dass unsere Stadtverwaltung das Förderprogramm „Hitzehilfe für Hessen“ schon auf dem Schirm hat. Wenn sich hier eine sinnvolle Möglichkeit ergibt, die Bedingungen in unseren Kitas während extremer Hitzeperioden zu verbessern, werden wir diese natürlich nutzen“, erklärt Laura Jungeblut, Vorsitzende der FDP-Fraktion.
Das Thema Hitzeschutz war bereits in der Stadtverordnetenversammlung am 7. September Gegenstand der aktuellen Fragestunde. Auf eine Anfrage der CDU-Fraktion hatte Bürgermeister Steffen Bonk dargestellt, welche Maßnahmen in Steinbach bereits umgesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem zusätzliche Straßenbäume, Trinkwasserbrunnen, angepasste Arbeitszeiten des Bauhofs, Klimageräte im Rathaus sowie Dach- und Fassadenbegrünung bei der neuen Kita „In der Eck“. Darüber hinaus kündigte der Bürgermeister an, gemeinsam mit unserer Klimaschutzbeauftragten einen eigenen Hitzeaktionsplan für Steinbach zu erarbeiten. Dieser soll auf den bereits bestehenden Maßnahmen aufbauen, weitere Ideen aufnehmen und der Stadtverordnetenversammlung noch vor der nächsten Hitzeperiode vorgelegt werden. Das es direkt nach dieser Ankündigung einen Antrag der SPD gibt, der mit den Klimageräten für die Kitas ein Thema aufgreift, das natürlich Teil eines Hitzeaktionsplans ist, überrascht sicherlich nicht nur die Koalition.
„Dass nun mittlerweile auch die SPD das Thema entdeckt hat, freut uns“, erklärt Christian Breitsprecher, Vorsitzender der CDU-Fraktion. „Wichtig ist aus unserer Sicht aber auch festzuhalten, dass die langfristige Arbeit an einem Hitzeaktionsplan bereits angekündigt wurde. Wir müssen also nicht bei null anfangen, sondern können auf bestehenden Maßnahmen aufbauen und diese gezielt weiterentwickeln.“
CDU und FDP sehen kurzfristige Maßnahmen wie Klimageräte dabei als einen Baustein unter mehreren. Langfristig gehe es ebenso um Verschattung, Begrünung, geeignete öffentliche Räume, Trinkwasserversorgung und organisatorische Maßnahmen während besonders heißer Tage. „Entscheidend ist, kurzfristige Fördermöglichkeiten zu nutzen und gleichzeitig langfristig zu denken. Genau diese beiden Ebenen sollten wir beim Hitzeschutz miteinander verbinden“, so Breitsprecher und Jungeblut abschließend.

