FDP und CDU wollen Citymanagement für Steinbach prüfen – Koalition sieht Potenzial für mehr Gastronomie, Gewerbe und Stadtmarketing
FDP und CDU wollen prüfen lassen, ob ein Citymanagement für Steinbach eingerichtet und über das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ gefördert werden kann. Einen entsprechenden gemeinsamen Antrag haben beide Fraktionen für die Stadtverordnetenversammlung am 19. Oktober eingebracht.
Ziel eines Citymanagements soll es sein, den Wirtschaftsstandort Steinbach zu stärken, neue gewerbliche und gastronomische Angebote zu unterstützen und bestehende Betriebe besser zu vernetzen. Gleichzeitig soll geprüft werden, welche jährlichen Kosten für eine solche Stelle entstehen würden und welcher Eigenanteil nach möglichen Fördermitteln bei der Stadt verbleibt.
„Wir möchten das wirtschaftliche und gastronomische Angebot in Steinbach stärken. Ein Citymanagement könnte dafür eine zentrale Anlaufstelle sein, Kontakte zwischen Gewerbe, Gastronomie, Eigentümern und Stadtverwaltung zusammenbringen und aktiv dabei helfen, neue Angebote nach Steinbach zu holen“, erklärt Evelyn Hagen, Mitglied der FDP-Fraktion.
Aus Sicht der Koalition soll ein mögliches Citymanagement jedoch über die reine Gewerbeansiedlung hinausgehen. Auch das Stadtmarketing soll Teil des Aufgabenbereichs sein. Bestehende Angebote könnten dadurch sichtbarer gemacht und Steinbach stärker als Wohn-, Einkaufs-, Gastronomie- und Wirtschaftsstandort präsentiert werden.
„Mit dem Programm ‚Lebendige Zentren‘ investieren wir bereits in die bauliche Weiterentwicklung unserer Innenstadt und der Alten Dorfmitte. Wir wollen aber nicht nur in Gebäude und Plätze investieren, sondern auch dafür sorgen, dass diese Bereiche mit Leben gefüllt werden. Ein Citymanagement könnte hier eine sinnvolle Ergänzung sein“, erklärt Christian Breitsprecher, Vorsitzender der CDU-Fraktion.
Bevor über die tatsächliche Einrichtung einer Stelle entschieden wird, wollen CDU und FDP zunächst Klarheit über Fördermöglichkeiten und Kosten. Der Magistrat soll deshalb insbesondere prüfen, ob Fördermittel aus dem Programm „Lebendige Zentren“ zur Verfügung stehen und welcher finanzielle Aufwand nach Abzug möglicher Förderungen für Steinbach verbleiben würde.
„Uns geht es zunächst darum, eine belastbare Entscheidungsgrundlage zu bekommen“, so Hagen und Breitsprecher abschließend. „Wenn sich zeigt, dass ein Citymanagement mit vertretbarem Eigenanteil realisierbar ist, können wir auf dieser Grundlage über die nächsten Schritte beraten.“

